Babylexikon

Umdenken

Ich war mir lange nicht ganz sicher, über was ich bei „U“ schreiben möchte. Erst war ich beim Thema Urlaub, schiebe dies jetzt aber lieber ins Kinderlexikon. Dann war ich bei Themen wie Überlastung und Überforderung, die mir aber zu negativ erschienen. Deshalb kam ich auf Umdenken! Denn sind mir manchmal Dinge zu viel oder stört mich etwas, dann probiere ich neue Wege zu gehen um die Schwierigkeiten zu überwinden. 

Bei Babys und Kindern stößt man oft und manchmal auch schnell an seine Grenzen. Bei mir es da tatsächlich auch so, je mehr Kinder ich gerade bei mir habe, desto kürzer kann die Lunte sein. Kommen dazu noch Müdigkeit, Erkältungen oder Probleme, kann ich ganz schön schnell aus meiner Komfortzone geraten.

Genau dies möchte ich aber nicht! Natürlich ist es normal und Kinder sollen auch lernen, dass nicht immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist und auch die Eltern schlechte Laune haben können, gestresst sind und ja leider auch mal laut werden. Ich probiere aber an mir zu arbeiten, um angepasst und adäquat zu reagieren. 

Mit Babys befindet man sich ständig in irgendwelchen Phasen und auch die großen Geschwister haben oft ihre eigenen Baustellen. Da heißt es kreativ sein, neue Wege gehen und einfach Umdenken. 

Mir hilft es dabei immer sehr mich mit anderen gleichgesinnten Müttern und Freundinnen auszutauschen. Wie war es bei ihnen mit dem Babyschlaf, was haben sie für Ideen, welche Hilfsmittel könnten funktionieren?

Aus jeder Überforderung und Erschöpfung kann man etwas gewinnen. Erstens ist es ja meistens so, dass je intensiver man sich mit einem Babythema beschäftigt und man sich neue Lösungen überlegt, desto wahrscheinlicher ist die Phase bald vorbei. Entweder, weil neue Dinge geholfen haben, oder die Phase erledigt ist. 

Ich merke immer in den Gesprächen mit Anderen, dass nicht nur jedes Kind absolut anders ist, sondern, dass auch die Vorgehensweisen oft anders sind. Deshalb einfach Dinge ausprobieren und wenn sie blöd sind wieder verwerfen. Man darf auch gerne kreativ sein in seiner Ratlosigkeit. 

So legte ich zum Beispiel unseren unruhigen und zappeligen 14-Monate alten Sohn zum Schlafen in seine alte Babywanne vom Kinderwagen um ihm eine Begrenzung zu schaffen. Er schlief auch erstmal gut, sie war aber doch einfach ein wenig eng für ihn. Also schaffte ich ihm neben mir mit einem großen festen Kissen eine Begrenzung und nun schläft er auch wieder etwas besser. 

Sehr schön fand ich neulich den Post von einer Bekannten. Sie berichtete über das Jammerfasten. Sie wollte den November dafür nutzen, einmal nicht zu Jammern, sondern positiv zu denken und das Gute zu sehen, obwohl es durch die Jahreszeit und Corona genug Negatives gab. Ich schrieb ihr, dass ich mitmachen würde. 

Seitdem ist viel passiert. Ich habe zum Beispiel keine schlechte Laune mehr, weil unser Söhnchen mal wieder des nachtens zwei Stunden wach ist oder gerne um fünf Uhr morgens aufsteht. Ich freue mich darüber, dass ich so einen super süßen kleinen Sohn habe, dass er gesund ist und es mir doch gut geht. Nachts erfreue ich mich daran, dass ich immerhin nicht mit einem weinenden Kind durch die Wohnung laufen muss. Er liegt zwar wach neben mir, ist aber ganz ruhig und schnullert vor sich hin. Ich döse derweil daneben und bin morgens nicht müde. Bin ich doch mal müde, nutze ich seine erste lange Schlafphase am Abend und gehe einfach mit ihm zusammen ins Bett, statt nochmal aufzustehen. 

Eigentlich ist es doch relativ simpel nicht zu Jammern, wir alle haben doch auch sehr schöne Dinge in unserem Leben. Fokussieren wir uns auf diese Dinge und die Blöden verschwinden oft wie von selbst. Klar bin ich nicht naiv und weiß, dass dies nicht immer funktioniert, aber probieren kann man es auf jeden Fall. 

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