Babylexikon

Organisation

Organisation, Listen, Rituale und Routinen sind einfach das non-plus-ultra der Eltern. Funktionieren diese Dinge gut, hat man einen viel unkomplizierteren Alltag und vor allem mehr Zeit für die schönen Dinge.

Für Eltern entlasten eine gute Organisation und Listen den Alltag. Für Kinder geben Rituale und Routinen Sicherheit.

Ich war schon immer sehr gut organisiert und strukturiert, beziehungsweise plante vieles voraus. Bevor ich Kinder hatten waren dies zum Beispiel Reisen und Feste, mit den Kindern dann das natürliche Familienchaos und wieder unsere Urlaube und Geburtstage.

Organisation in Kisten

Ein Standardinstrument von den meisten Familien sind Kisten. Dafür wird man von vielen Bloggern, Marie Kondo und anderen Familien inspiriert. Bei uns gibt es Kisten und Körbe in allen erdenklichen Größen und Formen. Außerdem stehen sie überall! Im Auto haben wir zwei. Eine für die Pixibücher und eine für Babyspielzeug. Im Vorratsschrank haben wir ganz viele. Zum Beispiel eine für die Müslis am Morgen, was einem beim schnellen Tischdecken sehr hilft. Aber natürlich auch welche für alles mit Tomaten, für Knabberkram, für Nudeln, für Brotprodukte, für Nüsse, für Backzutaten, für Gewürze usw. Die Kinderkleiderschränke sind durch Kisten in Schubladen zusammengelegt nach dem Marie Kondo-System organisiert.

Kisten ermöglichen schnelle Ordnung und alle Familienmitglieder finden gesuchte Dinge.

Die Kindergarderobe ist auch mit Kisten organisiert. Jedes Kind hat eine Kiste mit Mützen, Schals etc. die zur Saison passen und eine Kiste wo Sachen drin liegen, für die nächste Saison. Außerdem gibt es eine Kiste für zu kleine Schuhe, die ich dann wegsortiere oder verkaufe. Zusätzlich eine Kiste mit Cremes, Sonnenbrillen und Mückenzeug.

unsere selbstgebaute Kindergarderobe

Einen Höhepunkt hat unser Kistensystem natürlich im Kinderzimmer. Hier gibt es einerseits Fächerregale für die Schreibtische, andererseits natürliche eine Duplotruhe, eine Legobox, zwei große Playmobilkisten, eine Musikkiste usw. Bei Playmobil haben sich für uns die Mitnehmprodukte als sehr praktisch fürs Bespielen aber auch fürs Aufräumen erwiesen. Da haben wir ein Bauernhof, einen Tierarzt, ein Wohnhaus und ein kleines Schloss.

Für Kinder ist das Spielen und Aufräumen durch Kisten viel leichter. Beispielsweise räumt jeder von meinen Kids eine Kiste ein und anschließend herrscht kaum mehr Chaos. So räumt einer die Puppensachen weg und einer die Verkleidesachen und schon sind alle wieder glücklich mit mehr Platz im Kinderzimmer zum Spielen.

Statt Kisten bieten sich hier übrigens auch passend große Schubladen in Kommoden usw. an.

Wir sortieren auch unsere Keller und die Kinderkleidung in Kisten. Sind diese zusätzlich gut beschriftet, findet sich jeder zurecht.

Kinderkleidungskisten auf dem Pax-Kleiderschrank

Listen

Ich denke nicht alle Familien nutzen Listen, die meisten aber schon. Ich benutze für Listen gerne mein Handy, mein Laptop oder einen klassischen Zettel. Für unsere Urlaube habe ich zum Beispiel mittlerweile für die verschiedenen Kategorien Sommerurlaub, Winterurlaub usw. Listen auf dem Pc, die ich dann nur noch anpassen muss. So erleichtere ich mir die Vorbereitung sehr.

Es gibt natürlich auch noch Standardlisten fürs Einkaufen auf meinem Handy. Die ich dann bei Gelegenheit auch mal schnell dem Ehemann schicken kann. Außerdem führe ich auf dem Handy eine Liste für die Kinder mit lustigen Sprüchen, besonderen Sachen wie erster Wackelzahn oder so was und übertrage diese dann später in die Fotoalben der Kinder.

Ich führe zum Beispiel für jedes Kind ein klassisches Einklebefotoalbum, welches sie beim Auszug später mitnehmen können. So etwas hat schon meine Mama für uns gemacht und war mir diesbezüglich eine große Inspiration. Meine Töchter lieben es jetzt schon in ihren Erinnerungen zu wälzen!

Klassische To Do Listen lege ich auch an. Es ist immer so befreiend, etwas erledigtes Abzustreichen 😉

Ich glaube je komplexer eine Familie ist und desto mehr Personen dran beleidigt sind, beziehungsweise je älter sie werden, desto eher braucht man Listen um den Überblick nicht zu verlieren.

Routinen und Rituale

Jede Familie entwickelt sicherlich ihre eigenen Rituale und Routinen. Ich merke immer wieder, wie gut es den Kindern hilft sich im Alltag zurechtzufinden. Manchmal ist es aber auch schwierig eine Routine zu verändern, wenn sie die Kinder zum Beispiel lieb gewonnen haben und sie aber nicht mehr in den Alltag passt. So gab es bei uns viele Tränen, als die in dem Corona Shot-Down eingeführte Tablet-Pause im zunehmend normaler werdenden Alltag wieder abgeschafft werden sollte. Unter der Woche löste sich die Situation durch Kita und Schule von alleine. Am Wochenende wurde sie auf einen Tag und eine kürzere Zeit begrenzt.

Klassische Rituale sind bei uns das kleine Müsli- oder Joghurtfrühstück unter der Woche mit anschließendem Zähneputzen oder das samstägliche morgendliche Brötchenholen fürs Wochenende. Genauso eine Routine ist unser Pizzadonnerstag.

Morgens nach dem Aufstehen erfolgt nach dem Toilettengang direkt das Anziehen und Haare machen, damit am Frühstückstisch schon alle wirklich fertig sind.

Hack: Die Situation am Morgen kann durch einen vorgedeckten Frühstückstisch, vorbereitet Brotdosen, rausgelegte Kleidung und gepackte Taschen vom Zeitdruck her entschärft werden. Dies wird vor allem benötigt, wenn alle pünktlich das Haus verlassen müssen.

Ein weiterer standardisierter Ablauf ist nach dem Abendbrot das gemeinsame Tisch abräumen und der Gang ins Badezimmer. Dort duschen sich alle einmal kurz ab, Haare werden gekämmt und Zähne geputzt. Bei Bedarf noch eingecremt und dann erfolgt der Gang ins Schlafzimmer. Dort lesen wir noch ein Buch und dann wird geschlafen. Beim Einschlafen läuft immer die schöne Melodie unserer Cloud-B Schildkröte. Diese geht circa 22min und am Ende schlafen alle.

Ein schönes Ritual von mir und meinem Mann ist das abendliche Teetrinken und quatschen, beziehungsweise Film oder Serie gucken. Haben wir uns irgendwann beim ersten Kind angewöhnt und machen wir mittlerweile schon fast sechs Jahre so. Der eine bringt die Kids ins Bett, der andere macht klar Schiff in der Wohnung und kocht Tee.

Es gibt natürlich noch tausende von Ritualen in unserer Familie. Je mehr man drüber nachdenkt, desto mehr fallen einem ein. Beispielsweise halten wir bei langen Urlaubsautofahrten gerne beim gelben M an. Kinder können kurz spielen und wir entspannen beim leckeren Kaffee.

Ein Klassiker bei uns ist auch, wenn wir lange irgendwo zu Besuch bleiben wollen, dann nehmen wir Schlafanzüge und Zahnbürsten mit, machen die Kids schon bettfertig und lassen sie im Auto Einschlafen. Zu Hause wird anschließend nur umgebettet und weitergeschlafen.

Naja das könnte ich endlos weiter machen… schreibt doch gerne eure besonderen Rituale und Routinen in die Kommentare!

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