Babylexikon

Haustiere

Für uns gehören Kinder und Tiere klar zusammen.

Als ich selbst ein Kind war, hatten wir ab einem Alter, wo wir langsam Verantwortung übernehmen konnte, ein Kaninchen, um das sich auch noch meine Eltern mit kümmerten. Da war ich sechs und mein Bruder vier. Wir stellten natürlich schnell fest, dass es deutlich artgerechter war, noch ein zweites Kaninchen dazuzuhalten. Leider starben unsere ersten beiden Kaninchen sehr schnell, da sie im Sommer auf unserem Balkon lebten und sich dort mit irgendwas angesteckt haben müssen. Auch ein geliebtes Tier zu verlieren, ist etwas, was man lernen muss und bei der Haustierhaltung dazugehört.

Danach bekam ich mit acht Jahren von Freunden ein Kaninchenjungenbaby, der ein Einzelwurf war. Ich nannte ihn Joker wie bei Ferien auf Salkrokan und würde ihn für die nächsten 12 Jahre behalten. Wir versuchten ihn mehrfach zu vergesellschaften, mit dem Erfolg, dass wir zwei Käfige nebeneinander mit zwei und einem Kaninchen hatten.

Parallel hatten wir ein Aquarium mit Fischen, mehrfach Mäuse und einmal einen Hamster. Ich übernahm die Verantwortung für meine Tiere, pflegte sie, ging mit ihnen zum Tierarzt usw.

Fenja mit meiner ersten Tochter

Als ich 13 Jahre als war, konnten wir unsere Familie von einem Hund überzeugen. So bekamen wir Fenja, die uns von dann an für 16 Jahre begleiten würde. Hier hatten wir einen klaren Gassiplan und der Hund wurde von allen sehr gut versorgt, beschmust und geliebt.

Mit 19 Jahren holten sich meine Mutter und ich zwei Katzen. Diese beide Stubentiger mit Freigang habe ich noch heute. Es ist wundervoll zu sehen wie alle unsere Kinder mit Tieren aufwachsen. Denn zu den Katzen, die mein Mann und ich in unseren Haushalt übernommen hatten. Hatten wir natürlich anfänglich noch meinen alten Familienhund und nun seit fast zwei Jahren einen Familien-Jagd-Teckel namens Frieda. Die Kinder lieben sie und können gut lernen, wie man mit Hunden richtig umgeht.

Gassi gehen nach der Kita mit Frieda

Das empfinde ich überhaupt als positivsten Nebeneffekt bei der Tierhaltung. Kinder lernen die Sprach der Tiere kennen und können ihr Wissen über unsere Katzen und Hunde bei anderen Vierbeinern anwenden. So begegnen sie fremden Tieren viel selbstbewusster und wissen sich auch zu behaupten.

Wir haben zudem das Glück das meine Mutter Pferde und Hühner hat. Meine Kinder können so nicht nur regelmäßig reiten, sondern lernen auch die Pferde ganzheitlich kennen. Die Hühner sind auch sehr lustig anzusehen, wenn sie unseren mehlwürmerfütternden Kindern begeistert hinterherrennen oder die Mädels morgens stolz Eier sammeln.

Insgesamt lernen Kinder durch Tiere Verantwortung zu übernehmen, mit Verlusten umzugehen, die Körpersprache der Rasse und natürlich als aller wichtigstes ganz viel Zuwendung zu kriegen und zu geben.

Ich bin gespannt, da wir bald in ein Forsthaus mit Stallungen ziehen werden, welche Tiere in den nächsten Jahren zu uns stoßen werden.

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